ZF tritt Open Manufacturing Platform bei

12. Februar 2020


Der Automobilzulieferer ZF ist der größte Arbeitgeber im Saarland und mit seinem Standort in Saarbrücken ein Vorreiter für Industrie 4.0-Projekte. Dazu arbeitet ZF u.a. mit dem Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI), ebenfalls in Saarbrücken ansässig, in mehreren erfolgreichen Projekten zusammen.

 

Die ZF Friedrichshafen AG tritt der Open Manufacturing Platform (OMP) bei. Die im Jahr 2019 von der BMW Group und Microsoft angekündigte Initiative hat zum Ziel, schnellere und kostengünstigere Innovationen in der Fertigungsindustrie zu ermöglichen. Die Technologieplattform und die OMP-Community sollen branchenübergreifend die Entwicklung von Smart-Factory-Lösungen vorantreiben. Durch Wissensaustausch und den Einsatz industrieller Anwendungsfelder können die OMP-Mitglieder die Entwicklung ihrer eigenen Dienstleistungen und Lösungen vereinfachen und beschleunigen. Ziel der OMP ist, den Mitgliedern der Community eine Referenzarchitektur mit Open-Source-Komponenten zu bieten, die auf offenen Industrienormen basieren. Dieser Ansatz wurde entwickelt, um industrielle Datenmodelle zu standardisieren und somit Analysen und maschinelle Lernszenarien zu beschleunigen. So werden Daten zugänglich, die bisher vorwiegend in proprietären Systemen gespeichert wurden. Die OMP wird mit der bestehenden Industrie-4.0-Referenzarchitektur kompatibel sein und setzt dabei die industrielle Interoperabilitätsnorm OPC UA ein. Der Vorteil: Die Community-Mitglieder behalten somit die volle Kontrolle über ihre Daten. „Für uns bei ZF ist die OMP ein wichtiger Wegbereiter. Damit können wir unsere digitalen Fertigungsfähigkeiten weiterentwickeln, um die aktuellen und künftigen Anforderungen für die nächste Stufe der Industrie-4.0-zu erfüllen“, sagt Dr. Jürgen Sturm, IT-Chef von ZF.