ZF bringt Bremssystem für E-Autos in Serie

26. Januar 2021


Der im Saarland auf die Produktion von Automatgetrieben spezialisierte ZF-Konzern hat einen Großauftrag von VW gewonnen und will unter anderem im rheinland-pfälzischen Koblenz Bremsregelsysteme für E-Autos bauen. Das System könne nicht nur hohe Komfortansprüche und Sicherheitsstandards erfüllen, es optimiere auch die Rückgewinnung von Bremsenergie – und erhöhe damit die Reichweite und Alltagstauglichkeit rein elektrischer Fahrzeuge.

Auftrag für mehrere Millionen Fahrzeuge des Volkswagen-Konzerns

Der Auftrag für das neue ZF-Bremsregelsystem umfasst mehrere Millionen Fahrzeuge des Volkswagen-Konzerns, darunter zunächst die Modelle ID.3 und ID.4. Mit einer optimierten Software-Schnittstelle lässt sich das neue Bremssystem von ZF noch einfacher in die Elektronik-Architektur der Fahrzeuge einbinden und vernetzen. Das ZF-System unterstützt dabei auch Fahrerassistenzfunktionen wie die automatische Notbremsung. Außerdem ersetzt ZF mit seiner Lösung vormals notwendige mechanische Komponenten (wie die Parksperre) durch Softwarefunktionen, was Gewicht und Kosten spart.

ZF-Systeme erfüllen hohe Komfort- und Sicherheitsansprüche

„Den Trend zur Elektromobilität decken wir mit unserer gesamten technologischen Breite ab – und das nicht nur in der Antriebstechnik“, sagt der ZF-Vorstandsvorsitzende Wolf-Henning Scheider. „Der aktuelle Lieferauftrag von Volkswagen zeigt, wie auch unsere Kompetenzen für Bremssysteme sowie für Systemvernetzung einen Beitrag leisten, die Reichweite der Elektrofahrzeuge unserer Kunden zu erhöhen. Dazu erfüllen unsere Systeme hohe Komfort- und Sicherheitsansprüche.“ Technisch basiert die ZF-Bremsregelung auf einer Kombination von elektronischem Bremskraftverstärker (EBB) und elektronischer Stabilitätskontrolle (ESC). Das System ist Teil eines Software-Netzwerks, das in der Stabilitätskontrolleinheit untergebracht ist. Es erfüllt strenge Sicherheitsstandards der europäischen Verkehrssicherheits-Gesellschaft EuroNCAP. Neue Testprotokolle für Funktionen wie die automatische Notbremsung erfordern beispielsweise einen stärkeren Boost, um die Bremskraft noch schneller und dynamischer bereitzustellen.