Vermotec forciert Asiengeschäft

Ein Jahr nach Eröffnung einer Repräsentanz in Shanghai verzeichnet die Vermotec Sondermaschinenbauspezialist für Verbindungs- und Montagetechnik GmbH eine deutliche Belebung ihres Chinageschäfts. Wie Geschäftsführerin Yvonne Ewert im Gespräch mit der SaarWirtschaft erläuterte, laufen die Geschäfte überhaupt sehr gut.

 

11. Dezember 2018


Das in St. Ingbert ansässige Unternehmen, das im Bereich Löttechnik nach eigener Darstellung weltweit eine Spitzenposition einnimmt, wächst insbesondere in Asien und Osteuropa, aber auch in vielen anderen Teilen der Welt. Aufgrund der dynamischen Auftragsentwicklung werde in Kürze mit dem Bau einer neuen Halle begonnen und die vorhandenen Produktionseinrichtungen modernisiert, teilt Yvonne Ewert mit. Die Wachstumsdynamik zeige sich auch daran, dass der Mitarbeiterstamm sich innerhalb von vier Jahren von 60 auf 80 Mitarbeiter erweitert habe. Grund für diesen Erfolg sei nicht zuletzt die strategische Neuausrichtung des Unternehmens. Neben den traditionellen Bereichen, dem Bau von löttechnischen Anlagen, dem Handel mit Loten und Flussmitteln sowie Schulungen hat Yvonne Ewert eine neue Firmenphiliosophie mit der Bezeichnung "Beyond brazing" eingeführt, was soviel bedeutet wie "360°-Beratung – Angebot aller möglichen Dienstleistungen, die über das reine Löten hinausgehen."

 

"Wir kümmern uns jetzt auch um alle dem Löten vor- und nachgeschalteten Prozesse wie Biegen, Stauchen, Reinigen etc. Davon profitieren alle Unternehmen, da wir helfen, die Prozesse zu standardisieren, um die Prozessqualität zu verbessern und somit erheblich zur Kostensenkung beitragen", erklärt Yvonne Ewert. Zu den neuen Serviceleistungen zähle auch die Vorbereitung der Kunden auf Prozessaudits und die Erstellung der damit verbundenen Dokumentationen.

 

Typische Produkte, die mit Anlagen aus der Vermotec-Produktion entstehen, sind unter anderem Automobilteile, Teile für die Elektrotechnik, Hartmetallwerkzeuge, Heizkörper, kälte- und klimatechnische Anlagen, Produkte der Medizintechnik, Sanitärarmaturen, Solaranlagen sowie Stahlrohrmöbel, Thermostate und Wärmetauscher. Sogar die Zahntechnik habe Bedarf an gelöteten Teilen, so Ewert.

  

Quelle:

IHK-Zeitschrift "SaarWirtschaft"

Autor: Gerd Martin