VDA: EU-Klimaziele verstärken Druck auf Autoindustrie

24. September 2020


VDA-Präsidentin Hildegard Müller bewertet den jüngst vorgelegten ,2030 Climate Target Plan‘ der Europäischen Kommission kritisch: „Er kann, gerade vor dem Hintergrund der Corona-Krise, zu schwerwiegenden wirtschaftlichen Belastungen führen und in der Folge die Wettbewerbsfähigkeit Europas gefährden.“ Die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise würden in den aktuellen Plänen zudem nicht berücksichtigt.

Die EU-Kommission will die EU-weiten CO2-Emissionen bis 2030 anstatt wie bisher geplant um 40 Prozent nun um mindestens 55 Prozent senken. Zugleich sollen die erst vor zwei Jahren verabschiedeten CO2-Flottengrenzwerte für Pkw bis 2030 von minus 37,5 Prozent auf minus 50 Prozent verschärft werden. Das bedeutet, dass die Neuwagenflotte dann einen Durchschnittsverbrauch von etwas mehr als zwei Liter Kraftstoff haben darf. Erreichbar ist dieses Ziel nur, wenn der Anteil der Elektrofahrzeuge in zehn Jahren auf mindestens 60 Prozent der Neuwagen ansteigt.

Grundsätzlich unterstützt der VDA aber das Ziel der EU, bis 2050 der erste klimaneutrale Kontinent zu werden. „Der European Green Deal eröffnet die Möglichkeit, Klimaschutzpolitik nicht nur ambitionierter, sondern auch wirkungsvoller voranzutreiben“, so Hildegard Müller.