NTC Nano Tech Coatings auf Expansionskurs

11. Dezember 2018


Mit dem Bau einer neuen Halle hat die NTC Nano Tech Coatings GmbH auf die Expansion des stetig wachsenden Auftragsvolumens reagiert. Nach der Betriebserweiterung stehen nunmehr rund 500 qm für Produktion und Entwicklung neuer Produkte zur Verfügung. Wie Geschäftsführer Dr. Georg Wagner im Gespräch mit der SaarWirtschaft hervorhob, sei gerade der Bereich Forschung und Entwicklung ein unabdingbarer Faktor, um sich im weltweiten Wettbewerb zu behaupten. Als Beispiel für eine erfolgreiche Produktentwicklung nannte er die von NTC entwickelte FUSCO®-Technologie, eine spezialisierte Weiterentwicklung des Sol-Gel-Verfahrens. Die Abkürzung vereint die Begriffe "Fusion" und "Coating" beschreibt damit das Funktionsprinzip: es basiert auf einer chemischen Anbindung („Fusion“) zwischen Untergrund und Beschichtung. Dadurch, dass Oberfläche und Coating miteinander auf molekularer Ebene zu einem anorganischen Polymer-Netzwerk verwachsen, könne ein wesentlich besserer Schutz vor Korrosion und Verwitterung erreicht werden.

 

Das im Jahr 2000 gegründete Unternehmen ist inzwischen ein weltweit agierender Spezialist für Entwicklung und Produktion höchst effektiver Oberflächenbeschichtungen für Industrie und Baugewerbe und hat sich fest im Markt etabliert. Das Unternehmen hat sich auf zwei Produktbereiche spezialisiert: Spezial- Beschichtungen für Aluminium und für Betonoberflächen. Die Alu-Beschichtungen seien besonders erfolgreich, weil sie den Korrosionsschutz mit "Easy-to-clean"- Eigenschaften ("leicht zu reinigen") kombiniere. Die beiden Eigenschaften werden vor allem in der Klimatechnik gebraucht, wo die hauchdünnen Schichten auf Wärmetauschern aufgetragen werden und damit die Lebenszeit der Geräte deutlich verlängern. Für die Automobilindustrie stellt NTC Alu-Beschichtungen her, z.B. für Automobil Zierleisten, die Gehäuse von Turboladern, Federn von Türschlössern sowie allen Teilen, die starken Witterung- und Umwelteinflüssen ausgesetzt sind. Manche der Speziallacke halten sogar stärkste alkalische Einwirkungen in Waschanlagen aus, so dass die Oberfläche geschont werde. Auf der Kundenliste seien namhafte deutsche Automobilhersteller und große Zulieferer.

 

Auch Betonoberflächen können wetterresistent beschichtet werden und sind anschließend auch leicht zu reinigend. Beispielhaft hierfür seien Tunnels, Brücken, Kühltürme sowie Hafen- und andere Infrastrukturanlagen. Und auch auf den Fassaden von Wohngebäuden kommen die Nanobeschichtungen zum Einsatz, hier vor allem als wirksamer Schutz vor Graffiti. Georg Wagner freut sich besonders über den internationalen Erfolg: neben europäischen Abnehmern sei das Unternehmen in Asien, den USA und Kanada sowie in Australien gut im Geschäft.

 

Quelle:

IHK-Zeitschrift "SaarWirtschaft"

Autor: Gerd Martin