KÜS: Akzeptanz für Autos ungebrochen hoch

22. Juni 2020


Die Prüforganisation KÜS hat gemeinsam mit dem Fachmagazin kfz-betrieb die Akzeptanz für Autos untersucht. Auch in der Corona-Pandemie bleibt das Auto das Fortbewegungsmittel Nummer 1 in Deutschland. Das bestätigt die Umfrage des KÜS Trend-Tacho aus dem Mai 2020. Stattliche 96 % der Befragten halten es für wichtig, ein eigenes Auto zu besitzen. Die positive Einstellung zum Auto wird mit Sicherheit gestützt durch die Feststellung des KÜS Trend-Tachos, dass 92 % das Autobahnnetz in Deutschland aktuell für gut bis sehr gut ausgebaut ansehen. Es macht also Spaß, mit dem eigenen Auto unterwegs zu sein.

 

Hybrid ist ein Thema. 63 % können sich vorstellen, ein solches Fahrzeug zu kaufen, 53 % ein Wasserstoffmobil und 37 % ein batteriegetriebenes Auto. Bei Letzteren sollten es für 41 % der Befragten mindestens 500 Kilometer Reichweite sein um die Kaufentscheidung positiv zu beeinflussen. Eher ignoriert wird die Erhöhung der staatlichen Kaufprämie. 73 % sagen, sie hat keinen Einfluss auf den Autokauf. Knackpunkt ist auch in diesem Jahr die fehlende Infrastruktur für die alternativen Antriebsarten. 75 % der Interviewten sehen hierin ein grundsätzliches Problem, das die Kaufabsicht für ein Fahrzeug negativ beeinflusst.

 

Den jeweiligen Einsatz des Autos hat die Umfrage ebenfalls ergründet. 60 % fahren damit zur Arbeit, 86 % zum Einkaufen oder Kinder abholen und 86 % nutzen das Fahrzeug in der Freizeit oder für die Fahrt in den Urlaub. Auch einen Blick in das zukünftige Mobilitätsverhalten gestattet der KÜS Trend-Tacho. In den nächsten Jahren wollen 41 % weniger Auto fahren, 41 % wollen weniger fliegen und 33 % Busse und Bahn nutzen. Das Fahrrad, elektrisch oder mit Muskelkraft betrieben, wollen 32 % nutzen. Ein Auto mieten, zumindest für bestimmte Strecken, werden in den nächsten zwei Jahren 11 %. Carsharing wartet noch auf den großen Erfolg, laut KÜS Trend-Tacho wollen nur 10 % ihre Mobilitätsansprüche damit lösen.

 

Und dann ist da noch die Sache mit der Steuer. Bei steigender Kfz-Steuer würden 23 % der Fahrer von Benzinern auf das Auto verzichten bzw. dieses ersetzen. Bei den Dieselfahrern wären es 43 %. Zustimmung für die steuerliche Vergünstigung bei Elektroautos signalisieren 54 % der vom KÜS Trend-Tacho befragten Autofahrer, bei der Brennstoffzelle sind es 53 %, bei Plug IN-Hybriden 50 % und bei Erdgas-/Autogasfahrzeugen noch 44 %.