Jahrestreffen der Deutsch-Chinesischen Kommission Normung (DCKN)

5. November 2021


China und Deutschland unterhalten die Arbeitsgruppe „Deutsch-Chinesische Kommission Normung (DCKN)“, um Marktabschottungen durch Normen und Standards zu verhindern. Es handelt sich dabei um eine Initiative des BMWi auf deutscher Seite, und der chinesischen, staatlichen Normungsorganisation SAC - welche den Rang eines Ministeriums hat - auf der Chinesischen Seite. Zudem unterstützt das chinesische Wirtschaftsministerium MIIT die Arbeit dieser Kommission.

Die Kommission bietet den Wirtschaftsexperten aus dem Bereich Normung eine Plattform zum Austausch über Arbeitsprogramme und zur Harmonisierung nationaler und internationaler Standards.

Zu den Themenkomplexen Industrie 4.0 und Elektromobilität unterhält diese Plattform bereits Unterarbeitsgruppen. Im Bereich Elektromobilität konnten bereits Angleichungen der Inhalte nationaler, chinesischer Standards zur Sicherheit und Prüfung von Elektrofahrzeugen an internationale Normen erreicht werden. Dies wurde vor allem auch Dank der maßgeblichen Beteiligung von Normungsexperten aus dem VDA ermöglicht. In den Jahren 2020 und 2021 erfolgte die Zusammenarbeit über Online-Workshops. Letzte Woche hat die DCKN auch eine Kooperation bei der Erstellung von Standards zum Megawatt Charging System (MCS) zum schnellen Laden von Nutzfahrzeugen beschlossen.

Für den bereits seit 2018 laufenden Austausch zur Normung und Standardisierung für das automatisierte und vernetzte Fahren (AVF) ist nun ebenfalls die Gründung einer Unterarbeitsgruppe unter der Leitung von VDA und CATARC beschlossen worden. Neben einem Austausch über zukünftige Arbeitsprogramme für die Standardisierung in China und Deutschland im Bereich AVF, sind bereits konkrete Aufgaben zur Harmonisierung der Normen für die Sicherheit des automatisierten Fahrens für das kommende Jahr vereinbart.

Das Engagement in der DCKN-Plattform wird im VDA durch die Abteilung Normung und Regelwerk im engen Kontakt mit dem VDA-Büro in China gesteuert.