Ford weiterhin mit fehlenden Halbleitern konfrontiert

Der Automobilhersteller Ford hat weitere Kurzarbeit ins Auge gefasst. Wie die Automobilwoche berichtet, sorgt die anhaltende Chipkrise weltweit für Produktionsausfälle. In Europa seien alle Werke und die meisten Modelle betroffen. Für das zweite Quartal erwarte Ford keine Entschärfung der Lage.

 

31. März 2021


Der Halbleiter-Mangel macht der gesamten Automobilindustrie schwer zu schaffen. Auch die europäischen Standorte der Ford-Werke und ihre Mitarbeiter müssen deshalb hohe Ausfallzeiten und damit verbundene weitere Kurzarbeit hinnehmen. Allein im Saarlouiser Werk werden im zweiten Quartal 34 Tausend Fahrzeuge weniger produziert werden. Das bedeutet für die Belegschaft 36 weitere Tage Kurzarbeit sowie vier weitere Ausfalltage im April. Die gute Nachricht: Der Start des Focus-Facelifting Mitte April soll nicht verschoben werden.


Im Kölner Fordwerk sieht es ähnlich aus: nach der Kurzarbeit vom 1.-16. März 2021 standen die Bänder am 22. März erneut still. Aufgrund des Chip-Mangels plant Ford bis Juni weltweit mit einer um 150 Tausend Fahrzeuge geringeren Produktion als geplant.

 

Im spanischen Werk Valencia wurde jetzt die Nachtschicht ersatzlos gestrichen. Fast 10%, nämlich 630 der 6659 Mitarbeiter mussten entlassen werden. Ursache sei die geringe Nachfrage nach den Modellen Mondeo, S-Max und Galaxy, so Ford. Hier musste die Tagesproduktion um 280 auf 1.340 Fahrzeuge gesenkt werden.