Eberspächer 2021: Im Zeichen der Transformation

Nach einem Geschäftsjahr 2020, das stark von den wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie geprägt war, steht für die Eberspächer Gruppe das aktuelle Jahr im Zeichen der Transformation. Die größte Division Exhaust Technology wird operativ unabhängiger und agiert künftig unter der Marke „Purem by Eberspächer“. Der Standort Neuenkirchen schaut zuversichtlich in die Zukunft.

 

20. Mai 2021


Die Division Exhaust Technology der Eberspächer Gruppe tritt künftig unter der Marke „Purem by Eberspächer“ auf. Damit stärkt der Automobilzulieferer die operative Unabhängigkeit des Bereichs und erweitert die Möglichkeiten für die globale Zusammenarbeit mit anderen Unternehmen. Das Familienunternehmen bekennt sich dabei klar zu seinem Kerngeschäft und bleibt Eigentümer von Purem by Eberspächer. Für die Zulieferbranche erwartet Eberspächer eine Konsolidierung insbesondere bei reifen Märkten und Produkten, in der verstärkt globale Allianzen entstehen werden.

Purem by Eberspächer – Abgasreinigungstechnologien für eine saubere und leise Mobilität

Ziel von Purem by Eberspächer ist, einen signifikanten Beitrag zur sauberen und leisen Mobilität von heute und morgen zu leisten. Denn für die Mobilitätswende der nahen Zukunft spielen optimierte Verbrennungsmotoren und alternative Antriebe eine wichtige Rolle. Das Portfolio des weltweit agierenden Zulieferers Eberspächer mit einer Niederlassung in Neunkirchen umfasst Abgasreinigungs- und Akustiksysteme für Pkw, Nfz und Off-Road-Fahrzeuge, die zur Verbesserung der Luftqualität und Lärmminderung beitragen. Um künftige Emissionsnormen zu erfüllen, arbeitet das Unternehmen bereits heute an Lösungen für die Automobilindustrie. Wesentlicher Bestandteil ist die anstehende Euro-7-Norm zur weiteren Senkung der Emissionswerte. Einen Schwerpunkt in der Forschung bildet die Möglichkeit, die Abgasanlage nach Motorstart unmittelbar auf Betriebstemperatur zu bringen. Bereits seit den 1930er Jahren entwickelt und produziert das Unternehmen immer komplexere Abgasreinigungssysteme. Heute arbeiten für Purem by Eberspächer rund 7.000 Mitarbeiter an über 40 Produktions- und Entwicklungsstandorten. Für eine saubere Mobilität und die Erfüllung der kommenden Emissionsnormen wurden bei Eberspächer neue Produkte entwickelt. Damit bietet Eberspächer Systeme, die die Abgasreinigung durch die Verkürzung der Kaltstartphase noch effizienter machen und die NOx-Emissionen unter Testbedingungen um bis zu 90% senken.

Transformation mit Innovationen und Produkten für die Megatrends

Zu den weiteren Schritten der Transformation zählte im Jahr 2020 der zielgerichtete Ausbau des Innovationsbereichs zur Erschließung neuer Produkte und Märkte. Im vergangenen Jahr beteiligte sich Eberspächer an zwei Start-ups. Aktuell treibt das Unternehmen seine Aktivitäten in drei definierten Suchfeldern „Thermal Comfort for Mobility“, „Urban Mobility Solutions“ und „Hydrogen for Mobility“ durch die Organisationseinheit Business Innovation weiter voran.Die elektrischen Fahrzeugheizungen erfuhren, nach Wiederhochlauf der Produktionen ab Sommer 2020, eine erhöhte Nachfrage und bieten ein großes Potenzial für die Zukunft. Sie werden insbesondere in Elektro- und Hybridmodellen eingesetzt. Drei Millionen Wagen hat Eberspächer bisher mit solchen Heizungen ausgestattet.  Auf hohes Kundeninteresse stieß der Bereich Fahrzeugelektronik auch mit Produkten für besonders sichere Bordnetze, die insbesondere in autonomen Fahrzeugen zum Einsatz kommen.

Ziel: Größere Unabhängigkeit von PKW-Verbrennungsmotoren

„Wir befinden uns in herausfordernden Zeiten“, fasst der Geschäftsführende Gesellschafter Martin Peters zusammen. „Gleichzeitig haben wir gezeigt, dass wir die Krise als Chance nutzten und sowohl unsere Produkte als auch die Organisation vorangebracht haben.“ Sein Ziel: Im Jahr 2025 45 bis 50 Prozent des Nettoumsatzes unabhängig vom Pkw-Verbrennungsmotor erzielen.

Eberspächer Neunkirchen optimistisch

Wie sieht die Zukunft in Neunkirchen aus? Thomas Waldhier, Chef der Sparte Abgastechnik, ist optimistisch. Die Zuversicht, so in einem Bericht der Saarbrücker Zeitung nachzulesen, habe mehrere Gründe: der Abschluss der Sanierung in Neunkirchen; strengere Abgasvorschriften, die Herstellern komplexer Technik wie Eberspächer in die Hände spielen; und die großen Pläne für einen Wandel der Abgassparte und für einen Wandel, in dem Teile für klassische Verbrennungsmotoren keine Rolle mehr spielen.In Neunkirchen wird in die Fertigung von Abgasklappen, die zur Verminderung von Autolärm beitragen, sowie in Isolationsschalen, die Wärme in den Abgassystemen besser halten investiert. Neunkirchen könnte laut Waldhier auch ein Standort werden für die Produktion einer Heiztechnik, mit deren Hilfe die Emissionen von Stickoxiden beim Kaltstart um bis zu 90 Prozent gesenkt werden sollen. Und last but not least ist die Führung von Ebersächer überzeugt, dass der weltweite Markt für Abgasanlagen und damit für das Kernprodukt von Eberspächer längst noch nicht am Ende ist.

 

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