Branchenforum bei Brabant & Lehnert in Wadern

Nachbericht

 

18. November 2015



Das Branchenforum – eine Veranstaltungsreihe von automotive.saarland und IHK Saarland – war vor kurzem zu Gast bei der Brabant & Lehnert Vorrichtungsbau GmbH in Wadern. Ein zukunftsorientiertes ERP-System, moderne Simulationssoftware, Kooperationen mit den saarländischen Hochschulen und hoch qualifizierte Mitarbeiter sind das Erfolgsrezept des mittelständigen Betriebs. Die nächsten Branchenforen finden am 16. Februar und am 10. Mai 2016 bei SMART bzw. MINITEC in Lothringen statt – erstmals zweisprachig und mit Beteiligung des lothringischen Automobil-Netzwerks.
Die 130 Mitarbeiter konstruieren und fertigen komplexe Werkzeuge aller Art, vorrangig für die Automobil- und Zulieferindustrie. Investitionen in neue Technologien, ein erneuerter Maschinenpark sowie Qualifizierung und stetige Weiterbildungen der Mitarbeiter sorgen für den internationalen Erfolg des Unternehmens. Und machen es gleichzeitig zu einem attraktiven Arbeitgeber.
„Wir werden vor allem mit Projekten beauftragt, die durch Standardlösungen nicht abgedeckt werden“, so die beiden Geschäftsführer. Sie verwiesen auf die sehr gute Zusammenarbeit mit den saarländischen Hochschulen, auf bereits erfolgreich umgesetzte Projekte und häufige Beschäftigung von Praktikanten und Diplomanden. Aktuell arbeite man mit der Saar-Universität an einem Projekt, in dem es um das Materialverhalten bei Verformungsprozessen geht.
Vor kurzem investierte das Unternehmen in ein innovatives ERP-System, ein neues Firmengebäude und eine 4.000 m² große Fertigungshalle. Beeindruckt waren die Gäste von der Simulationssoftware, mit der die Konstruktionsabteilung schon im Vorfeld der Fertigung die Auslegung der Folgeverbundwerkzeuge und deren Qualitätsanforderungen im direkten Zusammenhang mit den zu produzierenden Teilen aussagekräftig bewerten kann. Mittlerweile zählt B&L alle großen Automobilunternehmen zu seinen Kunden.
Überzeugend auch die außergewöhnliche Werkzeugausgabe: Ein Werkzeugzulieferer bestückt in der Produktionshalle kommissionsweise einen Werkzeugschrank mit Sichtfenster. Der Vorteil: Die Werkzeuge sind immer verfügbar und in einem gewarteten und neuwertigen Zustand. Kosten entstehen erst bei der Nutzung. Der externe Zulieferer der Werkzeuge füllt den „Werkzeugschrank“ routinemäßig nach einem zuvor abonnierten Intervall neu oder reagiert automatisiert auf ausgehende „Ware“.