Bosch Homburg liefert Komponente für Brennstoffzellensystem von Daimler Truck und Volvo

Die Brennstoffzelle kommt weltweit auf die Straße. Nächster Meilenstein für Bosch ist der Großauftrag für einen in Homburg gebauten elektrischen Luftverdichter mit integrierter Leistungselektronik. Er regelt im Brennstoffzellensystem die Sauerstoffzufuhr.

 

17. Juni 2021


Für diese Hightech-Komponente hat Bosch eine langfristige Liefervereinbarung mit cellcentric geschlossen. Als 50:50-Joint-Venture von Daimler Truck AG und Volvo Group AB verantwortet cellcentric alle Aktivitäten entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Wie Bosch verfolgt das Joint Venture das Ziel, ein weltweit führender Hersteller von Brennstoffzellensystemen zu werden und damit zu einem klimaneutralen und nachhaltigen Transport bis zum Jahr 2050 beizutragen. Der Luftverdichter, der im Saarland gebaut wird, wird Bestandteil des cellcentric-Brennstoffzellensystems. Dieses kommt künftig in schweren Nutzfahrzeugen und stationären Anwendungen zum Einsatz. Die Serienproduktion ist ab Mitte des Jahrzehnts geplant.

 

Hightech-Produkt sichert Arbeitsplätze


Die größte technische Herausforderung liegt beim Luftverdichter darin, die luftgelagerten Hochdrehzahl-E-Maschinen in Kombination mit der Leistungselektronik aus der Einzelteilfertigung in die Großserienfertigung zu überführen. Insgesamt lässt sich die technische Komplexität mit einem Diesel-Einspritzsystem für Nutzfahrzeuge vergleichen und wirkt sich damit nicht zuletzt positiv auf die Beschäftigung aus. „Mit dieser zukunftsträchtigen Komponente sichern wir Arbeitsplätze in unserem Werk in Homburg“, sagt Dr. Uwe Gackstatter, Vorsitzender des Bosch-Geschäftsbereichs Powerttrain Solutions.


Bosch arbeitet an mobiler und stationärer Brennstoffzelle


Bosch ist vom Energieträger Wasserstoff überzeugt und geht daher erheblich in Vorleistung. Von 2021 bis 2024 investiert das Unternehmen gut 600 Millionen Euro in mobile Anwendungen, in stationäre für die Strom- und Wärmeerzeugung nochmals 400 Millionen Euro. Das Portfolio für Fahrzeuge reicht von einzelnen Sensoren über Kernkomponenten wie dem elektrischen Luftverdichter und dem Stack bis zum kompletten Brennstoffzellen-Modul.

Die Originalveröffentlichung mit weiteren Informationen finden Sie hier