IAA-Saarlandstand ein voller Erfolg
ZPT Pressemeldung zur IAA 2009


Einen repräsentativen Querschnitt durch die saarländische Automobilindustrie zeigten zehn Unternehmen auf dem Gemeinschaftsstand von automotive.saarland bei der diesjährigen IAA. Neben der Pflege bestehender Kundenkontakte, nutzten die Aussteller die Messe zur Vertiefung und zur Anbahnung neuer Geschäftsbeziehungen von Mitteleuropa bis nach Südostasien.


Größter Aussteller auf dem Saarlandstand war der Schmiermitteln- und Additivehersteller Meguin aus Saarlouis. „Wir konnten unter anderem mit einem koreanischen Automobilhersteller in Kontakt treten, der mit Problemen bei der Geräuschentwicklung und dem Schaltablauf seiner Getriebe zu kämpfen hat.

Das war zweifelsohne ein Highlight dieser Tage, denn wir können ihm für sein Problem schon eine Lösung bieten.“, sagt Key Account Manager Wolfgang Gruß. Meguin ist Hauptlieferant der Marke Liqui-Moly. Jeder fünfte Liter Motorenöl in Deutschland stammt aus dem Werk im Saarland.

‚Flagge zeigen trotz Krise’ war für die Willy Voit GmbH in St. Ingbert ein wichtiger Beweggrund zur Teilnahme am Gemeinschaftsstand. Das Vorzeigeunternehmen saarländischer Kompetenz im Bereich Stanztechnik und Aluminiumdruckguss registrierte zwar aufgrund von Sparprogrammen vieler OEM´s und Zulieferer einen Rückgang  insbesondere von Besuchern aus den Technik-Abteilungen der Firmen: „Das wichtigste war uns aber die Kontaktpflege zu unseren bedeutenden Kunden.

Dafür hat uns der Gemeinschaftsstand wieder eine ideale Plattform geboten. Wir sehen in unserer strategischen Planung auch künftig die Teilnahme an der IAA vor.“, sagt Peter Roth, Leiter des Vertriebs des 1250 Mitarbeiter beschäftigenden internationalen Unternehmens.

Geschäftsbeziehungen zu Automobilherstellern aus Japan und Korea konnte das Blieskasteler Unternehmen Profilex–newtec GmbH vertiefen. „Viele Fahrzeuge aus Ostasien werden ohne kompletten Farb- und Lackschutz nach Deutschland importiert. Vor allem Dank unserer patentierten Fertigungsmöglichkeiten sind wir hier gefragter Lieferant von Seiten- und Stoßfängerschutzleisten sowie Ladekanten- und Türschweller-Schutzfolien“.

Die Produktpalette des Unternehmens machten sich neben dem Publikumsverkehr auch Mitaussteller des Gemeinschaftsstandes zunutze. Sie erwarben die zweckmäßigen und eleganten Zier- und Schutzleisten gleich für den eigenen Gebrauch.

Ein gefragter Ansprechpartner für Qualitätssicherung auf dem Gemeinschaftsstand war das Fraunhofer Innovationscluster Automotive Quality Saar (AQS). Die hohe Dichte des drittstärksten Automobilzulieferzentrums Deutschlands begünstigte 2007 die Entscheidung der Fraunhofer Gesellschaft, den Unternehmen im Saarland einen starken Qualifizierungs- und Entwicklungspartner für neue Technologien an die Seite zu geben. Aber auch außerhalb des Saarlandes findet das Angebot des Forschungsinstitutes großes Interesse: „Die Lieferanten der Automobilhersteller werden künftig immer mehr Wertschöpfung und Verantwortung übernehmen. Dies erfordert mehr Kompetenz. AQS ist dafür die ideale Plattform.“, sagt Siegfried Kraus, stellvertretender Institutleiter des Fraunhofer IzfP.

Erfreulich auch, dass Fraunhofer seinen Messeauftritt mitnutzte, um auf das jüngst im Saarland entstandene Forschungskonsortium von HTW, Universität, Steinbeis-Institut, Fraunhofer und DFKI aufmerksam zu machen.

Mit der Sicherheitsprüfung von Batteriesystemen traf die Cetecom GmbH eines der Kernthemen der diesjährigen IAA: Elektrofahrzeuge. „Wir sind mit den Kontakten, die wir im Rahmen des Messeauftrittes knüpfen konnten, hochzufrieden“, sagt Geschäftsführer Ralf Hettrich. „Führende Zulieferer wie Johnson Controls, Delphi, Bosch oder auch MBTech zeigten allesamt reges Interesse an unserem Angebot.

Der Bedarf an erfahrenen Partnern für die neue Technologie ist sehr hoch und mit dem Saarland-Gemeinschaftsstand hatten wir eine ausgezeichnete Möglichkeit, auf unser Know-how aufmerksam zu machen“.

Halberg Guss zeigte auf der IAA eine Neuentwicklung für Mercedes, den Block für den „Weltmotor“, einen 2,0/2,2-Liter-CDI, der sowohl im gesamten Pkw-Bereich, als auch bei den leichten Lkws zum Einsatz kommt. Die Großserienfertigung läuft mittlerweile, die Saarbrücker Gießerei hat dafür in ein neues modernes Kernfertigungszentrum und in eine Bearbeitungsanlage investiert.

Auf dem Gemeinschaftstand zeigte das Unternehmen auch einen „Klassiker“, den 1,4-Liter-TSI der Volkswagengruppe. In seiner neusten Version für den Audi A4 ermöglicht das Zylinderkurbelgehäuse einen Spritverbrauch von unter vier Litern auf 100 Kilometer – mit entsprechend geringem CO2-Ausstoß bei hervorragender Leistung. Den dazu passenden Aluminiumzylinderkopf produziert Halberg Guss Südafrika, dort wird der Kopf komplett bearbeitet und montiert. „Halberg Guss hat die Entwicklung von Zylinderkurbelgehäusen für Downsizing-Motoren schon in den Neunziger Jahren forciert und ständig weiterentwickelt. Der Werkstoff Gusseisen hat noch immer Potential und auch unsere Erweiterung in den Leichtmetall-Bereich erweist sich als Wettbewerbsvorsprung“, so Joachim Braun, Vorsitzender der Geschäftsführung von Halberg Guss.

Ebenfalls die Messe als vollen Erfolg verbuchen konnte das junge Unternehmen Semvox. Das Spin-Off des Forschungsinstitutes für künstliche Intelligenz (DFKI) in Saarbrücken überraschte viele Standbesucher mit den Möglichkeiten zukünftiger Sprachbedienung in Fahrzeugen.

„Wir konnten auf der Messe unter anderem gute Kontakte zu den Entwicklern von Sprachsteuerungssysteme für Ford-Fahrzeuge herstellen.“, sagt Jochen Steigner, Mitglied der Geschäftsführung des jungen Unternehmens. „Die Organisation des Standes hat uns einen hervorragenden Rahmen geboten. Großes Lob an alle Beteiligten des Automobil-Netzwerkes!“

Ein Beispiel für saarländische Kompetenz im Werkzeug- und Vorrichtungsbau ist die Fritz Friess GmbH in Wadern. Geschäftsführer Werner Friess ist überzeugt davon, dass auch kleine und mittlere Unternehmen nicht umhinkönnen, sich international zu orientieren: „Nur so können wir uns auch zukünftig am Markt behaupten.“

Ein Grund, warum das Traditionsunternehmen den Messeauftritt erfolgreich wahrgenommen hat. „Vor allem die Fachbesuchertage haben sich für uns gelohnt“, sagt Claude Werth, der für die Fritz Friess GmbH vor Ort war. „Wir hatten etliche Interessenten, insbesondere für unser Angebot an Folgeverbundwerkzeugen. Hinzu kamen vermehrt Kooperationsanfragen aus Fernost.“

Auch die Gesellschaft für Wirtschaftsförderung gwSaar konnte interessante Gesprächspartner auf dem Gemeinschaftsstand begrüßen. Dank Gesprächen mit Unternehmen und Einrichtungen aus England, Frankreich, Indien, Japan, Kanada, Korea, Tschechien und den USA konnten sehr vielseitige Kontakte generiert werden.

„Gerade im Hinblick auf die derzeit wieder anziehende Wirtschaftslage, dürfen solche Kontakte jetzt nicht vernachlässigt werden, sondern müssen zukunftsweisend erhalten und ausgebaut werden.“, unterstreicht Roland Schmidt, Projektleiter bei der gwSaar.

„Es war in Anbetracht der Automobilkrise die richtige Entscheidung das Angebot des VDA einer verkürzten Ausstellungsdauer in Anspruch zu nehmen.“, sagt Armin Gehl, Leiter von automotive.saarland. Die Aussteller des Standes hatten sich einstimmig für eine Konzentration des Messeauftritts auf die ersten vier Tage ausgesprochen.
 
„Die meisten Aussteller auf unserem Gemeinschaftsstand hätten sich auf der IAA alleine sicher nicht präsentiert“, so Armin Gehl weiter. „Erst die Bündelung der Synergien stellt die Kosten in eine ausgezeichnete Relation zum Nutzen. Vorteilhaft ist auch, wie die Aussteller bei Besuchen auf ihrem Stand, ihre Mitaussteller ins Spiel bringen. Dabei ist die regionale Lage der Unternehmen gleich offensichtlich und auch das Saarland wird als kompetente Automobilregion erkannt.“
Abschließendes Fazit: „Wir können stolz sein auf die Unternehmen, die auf der IAA die Saarlandfahne hoch gehalten haben. Die hohe Besucherfrequenz und der Andrang haben den Messeauftritt erneut zu einem vollen Erfolg werden lassen.“